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Presse-Information
anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche 2019

Beckenboden-Training
Work-out für einen unsichtbaren Muskel

Wien, 17. Juni 2019 – Erkrankungen des Beckenbodens sind weit verbreitet. Etwa ein Viertel aller Frauen leidet an Blasen- bzw. Darmschwäche oder einer Senkung von Beckenorganen. Die gute Nachricht: Durch spezielles Training kann man sehr erfolgreich vorbeugen und bei einem vorhandenen Problem selbst viel zur Verbesserung beitragen. Wie, erklärt die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) nun mittels interaktiver Postkarte.

Der Beckenboden ist eine Muskelplatte im unteren Becken, die man nicht sieht und nicht spürt. Dennoch sollten die Muskeln im Intimbereich – wie andere Muskeln des Körpers auch – trainiert werden, denn ihre Funktionen sind vielfältig. Sie tragen die Organe des Beckens und kontrollieren die Funktion der Schließmuskulatur von Blase und Darmausgang. Durch eine Schwangerschaft und Geburt, durch häufiges schweres Heben oder im zunehmenden Alter kann der Beckenboden geschwächt werden. Inkontinenz ist eine mögliche Folge.

Einfache Übung mit großer Wirkung

„Die Kräftigung des Beckenbodens ist bei fast allen Formen von Inkontinenz die erste therapeutische Maßnahme – noch vor Medikamenten oder gar einer Operation“, sagt die Physiotherapeutin Christine Stelzhammer, MEd, Vorstandsmitglied der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) und Pädagogin am Studiengang Physiotherapie an der FH Campus Wien. Mehr noch: „Durch konsequentes Training dieser Muskeln kann eine Operation sogar verhindert werden.“ Die Übungen sind in der Regel unkompliziert und auch nicht anstrengend. „Man kann lernen, die Muskeln des Beckenbodens willkürlich zu bewegen und zu stärken. Doch auch die einfachste Übung muss richtig ausgeführt werden, damit man im Alltag davon profitieren kann“, appelliert Stelzhammer.

Basis-Übung per Postkarte
Die MKÖ ist sehr darum bemüht, Informationen über vorbeugende oder therapeutische Maßnahmen möglichst einfach verständlich sowie niederschwellig zu vermitteln und auch neue Wege zu gehen. Die Basis-Übung für das Beckenbodentraining erklärt die wissenschaftliche Fachgesellschaft, die auch in der Information und Beratung von Betroffenen sehr aktiv ist, nun per Postkarte. Das Innovative daran: „Die Karte ist interaktiv. Das bedeutet, dass man zusätzlich zur schriftlichen Erklärung mittels einem Augmented Reality-Tool auch per Video informiert wird.“ So einfach geht’s: Einfach die kostenlose App „Augmented Reality alive“ aus dem App-Store laden, die App öffnen, die Vorderseite der Karte scannen und das Video abspielen. „Die beschriebene Übung kann auch im Sitzen durchgeführt werden, wodurch man ganz einfach auch unterwegs – von anderen unbemerkt – seinen Beckenboden trainieren kann. Damit beim Abspielen des Videos auch niemand mithört, gibt es erklärende Untertitel.

Manche Frauen tun sich schwer, die Muskeln den Beckenbodens zu spüren. Der Tipp der Physiotherapeutin: „Wenn man nicht sicher ist, ob die richtige Muskulatur angespannt wird, sollte man den Gynäkologen oder eine spezialisierte Physiotherapeutin um eine einfache Tastuntersuchung bitten und bei Bedarf ein gezieltes Training beginnen.“

Bestellhinweis

Die neue Postkarte ist kostenlos erhältlich bei der
Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
T: 01/4020928 oder 0810/100 455
E: info@kontinenzgesellschaft.at

Welt-Kontinenz-Woche: aktiv gegen das Tabu

Blasen- und Darmschwäche sind weit verbreitet. Etwa 15 Prozent der Österreicher leiden unter einer Form von Inkontinenz. Das sind mindestens eine Million Menschen in Österreich oder anders gesagt: Rund jede/r Sechste hat in Österreich ein Problem mit seiner Blase oder seinem Darm. Diese Häufigkeit wird von kaum einer anderen Krankheit erreicht. Dennoch ist Inkontinenz eine Volkskrankheit, von der kaum jemand spricht. Die Woche vom 17.-23. Juni steht mit der „Welt-Kontinenz-Woche“ daher im Zeichen der Inkontinenz. Ziel der Aktionswoche ist, betroffene Menschen über die Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Behandlung zu informieren und das schambesetzte Leiden ein Stück weit aus dem Tabu zu holen. Die MKÖ ist in dieser Woche aktiv und verstärkt ihre Informations- und Beratungsangebote. So wurden Videos produziert und ein YouTube-Kanal wurde eröffnet, es werden Info-Tage in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg veranstaltet, bei denen Experten Vorträge halten und Beratung anbieten. Weiters wird ein kostenloses Info-Paket verschickt und es wurden Informationen für muslimische Patienten entwickelt. Mehr Information über die Aktivitäten der MKÖ im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche: www.kontinenzgesellschaft.at

Über die MKÖ
Blasen- und Darmschwäche sind ein häufiges Problem, welches zumindest 10 Prozent der österreichischen Bevölkerung betrifft. Begonnen hat die systematische Inkontinenzhilfe 1990 in Linz, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammenschloss. Seit Bestehen ist es das Ziel der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz sowie Forschung, Lehre und Praxis zu fördern. Dazu gehören die spezielle Schulung des medizinischen Fachpersonals ebenso wie die gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Information und Beratung von Betroffenen und ihren Angehörigen. Heute ist die MKÖ maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten, Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die seit 1991 jährlich abgehaltenen Jahrestagungen sowie die Kontinenz-Stammtische in Oberösterreich und Wien sowie das Kontinenzmeeting in Kärnten.

Kontinenz ist MKÖ!
www.kontinenzgesellschaft.at

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
Elisabeth Leeb
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at

 


Zusammenfassung Pressegespräch
anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche 2019

Inkontinenz: Darüber reden statt darunter leiden!
Weltweite Aktionswoche bietet Rat für Blase & Darm

Wien, 12. Juni 2019 – Inkontinenz ist eine der häufigsten Volkskrankheiten. Doch nur wenige Menschen mit Blasen- oder Darmschwäche suchen ärztliche Hilfe – vielfach wissen sie aber auch gar nicht, dass es sie gibt. Deshalb wird die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) anlässlich der „Welt-Kontinenz-Woche“ vom 17.-23. Juni 2019 Betroffene informieren und ihnen konkrete Unterstützung anbieten. So wurden Videos produziert, Informationen für die muslimische Bevölkerungsgruppe erstellt und Info-Tage organisiert. Details unter www.kontinenzgesellschaft.at/wcw

Etwa 15 Prozent der Österreicher leiden unter einer Form von Inkontinenz. Das sind mindestens eine Million Menschen in Österreich oder anders gesagt: Rund jede/r Sechste hat in Österreich ein Problem mit seiner Blase oder seinem Darm. Diese Häufigkeit wird von kaum einer anderen Krankheit erreicht. Dennoch ist Inkontinenz eine Volkskrankheit, von der kaum jemand spricht. „Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die auch zentrale Anlaufstelle für Menschen ist, die Rat für ihre Blase oder ihren Darm suchen“, sagt MKÖ-Präsidentin und Fachärztin für Chirurgie mit Spezialgebiet Proktologie OÄ Dr. Michaela Lechner. Im Rahmen der „Welt-Kontinenz-Woche“ werden die Informations- und Beratungsangebote der MKÖ verstärkt. So werden beispielsweise Info-Tage in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg veranstaltet, bei denen Experten Vorträge halten und Beratung anbieten. Weiters wird ein kostenloses Info-Paket verschickt und es wurden Informationen für muslimische Patienten entwickelt.

Inkontinenz-Therapie braucht auch kultursensible Betreuung
In Österreich leben immer mehr Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund. „Sprachbarrieren sowie religiöse oder kulturelle Gepflogenheiten können Einfluss auf die erfolgreiche Behandlung und Versorgung haben. Dies betrifft insbesondere Erkrankungen des Intimbereichs – wie etwa die Inkontinenz“, erklärt der Urologe Dr. Kadir Tosun, der stellvertretender Referent des „Referat für Interkulturelle Zusammenarbeit und Integration“ der Ärztekammer für Wien ist. Viele Betroffene sind unsicher, da sie zum Beispiel für die Ausübung ihrer Religion „rein“ sein müssen und ihr Schamgefühl besonders ausgeprägt ist. Dazu kommen sprachliche Einschränkungen. Tosun: „Diese Patienten brauchen gezielte Informationen sowie ihren Lebensgewohnheiten angepasste Hilfs- und Lösungsmöglichkeiten.“ Daher hat die MKÖ in Abstimmung mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) einen Patienten-Folder erarbeitet, der ein ganz klares Statement enthält, unter welchen Voraussetzungen Muslime trotz Inkontinenz ihre religiösen Pflichten ausüben dürfen. Der Folder wurde in die Sprachen Türkisch und Arabisch übersetzt.

Für medizinisches Fachpersonal wiederum ist es wichtig, Kenntnisse über die spezifischen Bedürfnisse dieser Patienten zu haben, um sie optimal versorgen zu können. Für Ärzte und Pflegefachkräfte hat die MKÖ – ebenfalls in Abstimmung mit der IGGÖ – einen Überblick über die wichtigsten Aspekte im Umgang mit muslimischen Menschen mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz erstellt. Das Merkblatt umfasst Themen wie die Kommunikation, Ausübung religiöser Pflichten, Intimsphäre und Scham etc. „Auch Pflegefachkräfte stoßen manchmal an ihre Grenzen, wenn sie Patienten aus anderen Kulturkreisen versorgen“, berichtet Kontinenz- und Stomaberaterin Karin Müller, DGKP aus ihrer täglichen Praxis. „Oft sind aber auch die Rahmenbedingungen in einem Krankenhaus nicht optimal. So ist etwa in einem Mehrbettzimmer die Wahrung der Intimsphäre im Rahmen von Pflegehandlungen schwierig. Maßnahmen wie Türe schließen und gleichgeschlechtliche Pflegepersonen sind jedoch fast immer machbar.“

Neue Info-Videos im neuen YouTube-Kanal
Viele Betroffene suchen ersten Rat bevorzugt anonym und in geschützter Atmosphäre. „Videos entsprechen diesem Informationsbedürfnis“, sagt Lechner. In den neuen Videos der MKÖ werden Themen wie Stuhl- und Harninkontinenz sowie das Training für den Beckenboden verständlich von Experten erklärt und mit dem entsprechenden Einfühlungsvermögen angesprochen. Die MKÖ startet damit auch einen eigenen YouTube-Kanal, der laufend mit weiteren Beiträgen gefüllt wird: Experten-Statements zu den unterschiedlichsten Fragen rund um Blasen- und Darmschwäche, richtiges Trainieren und Entlasten des Beckenbodens, Fachvorträge etc. werden auf YouTube zu sehen sein (vorerst am besten erreichbar über www.kontinenzgesellschaft.at/wcw).

Im Beitrag über Stuhl-Inkontinenz, den ungewollten Verlust von Darminhalt am falschen Ort zur falschen Zeit, geht es Aufklärung über die Häufigkeit, Ursachen und die vielfältigen Behandlungsoptionen. „Mehr als zwei Drittel der Fälle können ohne chirurgischen Eingriff geheilt werden. Durch Beckenbodentraining unter Anleitung spezialisierter Physiotherapeuten, medikamentöse Strategien, wie Stuhl eindickende Mittel, gefolgt von Maßnahmen zur gezielten Enddarm-Entleerung oder eine Ernährungsumstellung kann die Behandlung je nach Ursache ganz individuell gestaltet werden“, informiert Lechner.

Die unterschiedlichen Formen und Behandlungsmöglichkeiten bei weiblicher und männlicher Harn-Inkontinenz werden in zwei weiteren Infovideos beschrieben. Sie sollen Betroffenen Mut machen, den Arzt um Hilfe zu bitten. „Frauen sind deutlich öfter von unwillkürlichem Harnverlust betroffen, doch auch Männer können ein Problem mit ihrer Kontinenz haben“, sagt OA Dr. Michael Rutkowski, Urologe und Vizepräsident der MKÖ. Die Ausprägungen einer Harn-Inkontinenz sind vielfältig: „Manche verlieren Urin beim Husten, Lachen oder Stiegen steigen, manche müssen ständig zur Toilette – auch nachts, was zusätzlich belastet. Effektive Behandlung ist für jede Form der Harn-Inkontinenz möglich. Auch dauerhafte Heilung kann durchaus erreicht werden.“ Dazu stehen für die Betreuung von Menschen mit Inkontinenz eine Reihe wertvoller Hilfsmittel zur Verfügung. „Aufsaugende Einlagen oder ableitende Hilfsmittel helfen Betroffenen wieder ein weitgehend normales Leben führen zu können“, weiß Kontinenz- und Stomaberaterin Müller.

Inkontinenz bringt einen nicht um, aber sie nimmt das Leben – eine sehr treffende Aussage einer amerikanischen Frauenärztin. Deshalb der Appell der MKÖ: Darüber reden statt darunter leiden!

Eine Übersicht über die Aktivitäten der MKÖ im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche 2019 finden Sie auf der Website der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich unter www.kontinenzgesellschaft.at/wcw

 

Kontinenz ist MKÖ!
www.kontinenzgesellschaft.at


Kontakt für
Journalisten-Rückfragen, Fotos in Printqualität:
Elisabeth Leeb
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at

Mehr Presseinfos und Bildmaterial in Printqualität gibt es auch unter www.kontinenzgesellschaft.at (Presse-Service)


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